Neuer RBS-Bahnhof Bern

Bern, 23.06.2023 - Grussbotschaft von Bundesrat Albert Rösti an der Feier anlässlich des Durchschlags zum neuen Berner Tiefbahnhof

(Es gilt das gesprochene Wort)

 

Werte Anwesende

Ich freue mich sehr, dass ich heute mit Ihnen zusammen diesen Durchschlag hier im künftigen neuen RBS-Bahnhof Bern miterleben konnte. Ein Durchschlag ist immer ein ganz spezieller Moment. Nicht nur für die Bauarbeiter, die hier Tag für Tag grossen Einsatz zeigen, sondern auch für alle anderen Beteiligten bis zu mir als Verkehrsminister dieses Landes.

Man kann sich kaum vorstellen, wie herausfordernd es ist, hier in engsten Platzverhältnissen direkt unter einem der pulsierendsten Orte der Hauptstadt so ein Bauwerk zu erstellen. Und dies unter vollem Betrieb des bestehenden RBS-Bahnhofs und des SBB-Bahnhofes darüber. Züge, Autos, Velos, Trams und Busse fahren über uns hin und her, mehr als 270'000 Passagierinnen und Passagiere steigen jeden Tag in den Zug ein. Die meisten Leute bekommen wohl kaum mit, was hier unten alles geschieht.

Dass es uns in der Schweiz möglich ist, solche Projekte umzusetzen, ist nicht selbstverständlich. Um grosse Verkehrsprojekte wie «Zukunft Bahnhof Bern» zu realisieren, braucht es nicht nur Fachleute und Know-how. Es braucht auch einen breit abgestützten politischen Willen und geeignete Finanzierungsinstrumente. Wir sind glücklich, dass wir insbesondere mit dem Bahninfrastrukturfonds und dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) über die nötigen Strukturen verfügen. Andere Länder beneiden uns darum.

Der Bahnknoten Bern ist ein wichtiges Bindeglied für den Bahnverkehr zwischen verschiedenen Regionen und Landesteilen, nicht zuletzt zwischen der Deutschschweiz und der Romandie. Hauptaufgabe des RBS-Bahnhofs ist es, ein gutes Bahnangebot für die Agglomeration Bern zu ermöglichen. Gleichzeitig ermöglicht er aber auch die rasche und direkte Zugverbindung nach Solothurn und erschliesst das ländliche Umfeld von Bern.

Dass Stadt und Land gleichermassen von guten Verkehrsinfrastrukturen und -angeboten profitieren können, ist mir persönlich ein ganz besonders wichtiges Anliegen. Auch in Zukunft möchten sich die Menschen sowohl aus der Stadt als auch vom Land bewegen können, um ihrer Arbeit nachzugehen, sich zu treffen oder um gemeinsam ihre Freizeit zu verbringen. Ein gut erschlossenes öV-Netz verbindet uns – und unser Land.

Mit unserer neuen Langfriststrategie «Perspektive BAHN 2050» wollen wir das Bahnangebot in den Agglomerationen bzw. zwischen Städten und ländlichem Umfeld in Zukunft weiter stärken. Mit dem Ausbau des RBS-Bahnhofs sind wir hier voll auf Kurs. Leistungsfähige Infrastrukturen sind wichtig für die Lebensqualität und den Wohlstand in unserem Land. Um die Mobilitätsbedürfnisse auch in Zukunft abdecken zu können, brauchen wir beides: Ausbauten von Schiene und Strasse.

Ich bin gespannt, wie es hier aussehen wird, wenn der neue RBS-Bahnhof in Betrieb ist – die Pläne und Visualisierungen geben uns schon mal eine Vorahnung. Aber wenn man dann wirklich selbst hier steht und den Zug besteigt, oder aussteigt und direkt Richtung Länggasse oder Hirschengraben gehen kann, dann ist das sicher nochmal ganz etwas anderes.

Ich danke allen Beteiligten für ihren grossen Einsatz und wünsche eine erfolgreiche und vor allem auch unfallfreie weitere Bauzeit.


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